Bericht
des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

für die Bosch-Gruppe war 2015 strategisch wie operativ ein erfolgreiches Jahr. Von besonderer Relevanz war dabei die vollständige Übernahme der früheren Gemeinschaftsunternehmen Automotive Steering und BSH Hausgeräte. Gleichzeitig war es ein herausforderndes Jahr, speziell durch umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen und die Trennung von Geschäftsfeldern.

Als Aufsichtsrat haben wir die Arbeit der Geschäftsführung regelmäßig überwacht und sie bei der Leitung, der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie bei wichtigen Einzelthemen unterstützt. Wir nahmen die nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben auch 2015 mit großer Sorgfalt wahr. Zudem ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats außerhalb der Gremiensitzungen vom Vorsitzenden der Geschäftsführung regelmäßig über die aktuelle Entwicklung und relevante Vorgänge im Unternehmen informieren. Gemeinsam mit der Geschäftsführung ist die nachhaltige und erfolgreiche Weiterentwicklung der Bosch-Gruppe unser oberstes Ziel. Hierbei arbeiten wir offen, verantwortungsvoll und konstruktiv zusammen.

Der Aufsichtsrat hat sich unter anderem mit der Strategie im Unternehmensbereich Energy and Building Technology, der Ausgliederung des Geschäftsbereichs Starter Motors and Generators und der Restrukturierung des Geschäftsbereichs Drive and Control Technology befasst. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat über die sonstigen wesentlichen Akquisitions- und Desinvestitionspläne der Geschäftsführung informieren. Weitere Themen waren die Integration von Automotive Steering und BSH Hausgeräte, die Festlegung von Zielquoten für den Anteil weiblicher Mitglieder in verschiedenen Führungsgremien und die sich verändernden Anforderungen an die Attraktivität für Bosch als Arbeitgeber. Der Aufsichtsrat hat sich mit Compliance-Themen und Kartellrechtsuntersuchungen auseinandergesetzt. Zur laufenden Begleitung der unternehmensinternen Untersuchung zu Compliance-Vorfällen hat der Aufsichtsrat einen Ausschuss gebildet. Eingehend befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung, dem Risikomanagement sowie der Finanz- und Investitionsplanung. 

Den Jahresabschluss der Robert Bosch GmbH und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sowie die entsprechenden Lageberichte prüfte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) und erteilte jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich umfassend mit den Unterlagen und prüfte sie auch selbst. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats lagen dazu die Prüfungsberichte vor. Außerdem erläuterte der Abschlussprüfer während der Aufsichtsratssitzung die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, die dann ausführlich besprochen wurden. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwendungen, stimmte den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu und billigte den Jahresabschluss der Robert Bosch GmbH sowie den Konzernabschluss.

Im April schieden die langjährigen Mitglieder des Aufsichtsrats Prof. Dr. Olaf Kübler und Tilman Todenhöfer wegen Erreichen der geltenden Altersgrenze aus. Prof. Dr. Olaf Kübler war zugleich Kommanditist der Robert Bosch Industrietreuhand KG. Tilman Todenhöfer hat als einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Industrietreuhand und als früheres Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH die Entwicklung des Unternehmens über viele Jahre eng begleitet und mitgestaltet. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr großes Engagement in diesem Gremium. Als Nachfolger heißen wir Prof. Dr. Elgar Fleisch und Prof. Dr. Michael Kaschke willkommen.

Der Aufsichtsrat dankt darüber hinaus der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bosch-Gruppe weltweit für ihren hohen Einsatz. Ihre guten Leistungen machen den Erfolg des Unternehmens erst möglich.

 

Stuttgart, im April 2016 Für den Aufsichtsrat 


Franz Fehrenbach, 
Vorsitzender