MOTORRÄDER

Ein Stück mehr Sicherheit

 

 

Bengaluru im Jahr 2016: Die Bevölkerung wächst weiter, die Straßen bleiben verstopft, die Luft riecht weiterhin nach Abgasen. Aber etwas hat sich an der Verkehrssituation verändert. Die ersten motorisierten Zweiräder bremsen mit ABS, Scooter können in Kürze mit elektronisch gesteuerter Einspritzung fahren, Kleinstmotorräder werden mit digitaler Intelligenz ausgestattet. Anders gesagt: Auf den dicht gedrängten Straßen dieser Erde bekommt der Fahrer, der sich jeden Morgen auf seinem Motorrad durch die Rushhour kämpft, ein Stück Sicherheit. Und er wird weniger Sprit brauchen. Schon bald kann er sein Zweirad mit dem Smartphone vernetzen und aus dem Motorsteuergerät auslesen, welche Route zur Arbeit im Durchschnitt am wenigsten Kraftstoff verbraucht hat. Hinter dieser kleinen Revolution stecken engagierte Bosch-Mitarbeiter aus verschiedenen Geschäftsbereichen. Ihr Know-how wurde im neuen Produktbereich „Two-Wheeler and Powersports“ zusammengeführt – ein motorradbegeistertes Team mit Sitz in Japan und Experten an Bosch-Standorten in aller Welt, die zusätzlich zu ihren Errungenschaften für Hochleistungsbikes auch Innovationen für die vielen kleinen Motorräder entwickeln wollen. 

Kleine Revolution auf Indiens Straßen

Lebensretter ABS


Mit einem Antiblockiersystem (ABS) kann ein Motorradfahrer ohne Angst mit voller Kraft bremsen. Denn das System verhindert, dass die Räder blockieren, und das Motorrad bleibt stabil. Zusätzlich verringert sich der Bremsweg bei Motorrädern, die mit 100 Stundenkilometern unterwegs sind, um 15 Prozent. Laut einer Studie der Bosch-Unfallforschung könnte in Indien jeder dritte Motorradunfall außerorts verhindert werden, wenn alle Zweiräder mit einem ABS ausgestattet wären.

 

 

Spritsparer EMS


Die elektronisch gesteuerte Einspritzung EMS (Engine Management System) spart im Vergleich zum herkömmlichen Vergaser je nach Fahrsituation bis zu 15 Prozent Kraftstoff. Ein Vorteil nicht nur für die Umwelt, denn EMS steigert zudem den Komfort und Fahrspaß, vom reibungslosen Kaltstart bis hin zum schnelleren Beschleunigen. Der Fahrer kann wählen, ob er ökonomisch oder spritzig unterwegs sein möchte. Mit dem robusten System fallen weniger Wartungskosten an, selbst bei geringer Kraftstoffqualität.

 

 

Ausblick Connectivity


In Zukunft können sich auch Kleinstmotorräder mit Smartphones verbinden und die Fahrer die Vorzüge der Vernetzung nutzen. Langfinger haben dann keine Chance mehr, den Motor zu starten, denn der lässt sich nur noch mit dem Smartphone aktivieren. Ein Bordcomputer wertet Daten wie Verbrauch und Geschwindigkeiten aus und zeigt dem Fahrer auf dem Smartphone die optimale Strecke. Und sollte er einmal liegen bleiben, liest er auf seinem Smartphone ab, wo das Problem steckt.

Motorradsicherheit: Interview mit den Bosch-Experten Christian Gröger und Prashanth A